Ist die Sterbegeldversicherung sinnvoll

veröffentlicht am 27. Oktober 2014 in Sterbegeldversicherung von

Dies ist eine Frage die sich verantwortungsbewusste Menschen stellen. Es gibt viele Argumente die für eine Sterbegeldversicherung sprechen, allerdings auch einige dagegen. Ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, kommt vor allem auf die persönlichen Verhältnisse jeder einzelnen Person an.

Die Gesetzeslage

Fakt ist das die gesetzlichen Krankenversicherungen bereits seit Januar 2004 keine Leistungen im Rahmen eines Todesfalles zahlen. Sterbegeld, das es zuvor gab, wurde ersatzlos aus den Leistungskatalogen gestrichen. Das kann im Ernstfall für die Angehörigen eines Verstorbenen, zu einer nicht unerheblichen finanziellen Belastung führen. Diese sind für die Kosten einer Beerdigung per Gesetz verantwortlich, wenn die tote Person über keine ausreichenden Gelder verfügt.

Negatives Image einer Sterbegeld-Absicherung durch pauschalierte Aussagen

Oft wird pauschal behauptet eine Sterbegeld-Absicherung lohne sich nicht. Doch bei dieser Aussage wird das Thema Sterbegeldversicherung zu allgemein betrachtet, die persönlichen Gegebenheiten der jeweiligen Personen, die es betrifft, werden nicht berücksichtigt und sind schlicht auch gar nicht bekannt.

Für wen ist die Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Grundsätzlich lohnt sich eine Sterbegeldversicherung für Menschen, denen wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, chronisch krank und deshalb vorbelastet sind. Das kann sowohl junge als auch ältere Personen betreffen. Da die Annahme einer Sterbegeldversicherung meist ohne Gesundheitsprüfung vonstatten geht, ist sie einen ausgezeichnete Wahl seine Angehörigen zu schützen oder ein würdeloses Sozialbegräbnis für sich auszuschließen. Ob die Sterbegeldversicherung also letztlich sinnvoll ist, hängt einzig und allein von den persönlichen Umständen und Möglichkeiten ab.

Sterben ist teuer

Ein würdiges Begräbnis kostet viel Geld. Grabstätte, Bestatter, Behördenkosten usw. können sehr schnell beachtliche Ausmaße annehmen. In der heutigen Zeit kosten Bestattungen mindestens 5.000 Euro. Dieser Betrag kann durch mögliche Sonderwünsche noch einmal deutlich in die Höhe gehen.

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Doch was ist mit den Alternativen?

Gegner, die eine Sterbegeldversicherung als nutzlos bezeichnen, führen gerne einmal auf den ersten Blick durchaus sinnvolle Alternativen an. Meist werden Banksparpläne und Risikolebensversicherungen als preisgünstigere Lösungen empfohlen. Doch sind sie das wirklich?

Alternative Banksparplan

Hier werden beispielsweise 50 Euro monatlich gespart. Um die wahrscheinlich benötigte Summe von rund 5.000 Euro zu erreichen wäre dazu eine Sparzeit von rund 8 Jahren notwendig. Stirbt der Sparer nach 2 Jahren sind gerade einmal 1.200 Euro plus Zinsen auf dem Konto. Ein Betrag der nicht wirklich weiterhilft. Eine leistungsfähige Sterbegeldversicherung verfügt über eine Wartezeit von nur 6 bis 12 Monaten und zahlt dann die volle Versicherungssumme. Bei einem Todesfall, der aufgrund eines Unfalls eintritt, entfällt die Wartezeit gänzlich. Ein weiterer Aspekt der dazukommt ist, das nicht jeder 50 Euro monatlich übrig hat.

Alternative Risikolebensversicherung

Warum nicht eine kleine Risikolebensversicherung abschließen um die Kosten für die Beerdigung im Todesfall abzufedern? Eine Risikolebensversicherung ist schließlich deutlich günstiger als eine Sterbegeldversicherung. Da sind wir wieder beim Thema Gesundheit. Ist die zu versichernde Person absolut gesund wäre diese Art der Absicherung durchaus angezeigt. Liegen jedoch wie bei vielen Menschen im mittlerem Alter bereits gesundheitliche Einschränkungen vor, werden von Versicherungsunternehmen Risikozuschläge verlangt, die den finanziellen Vorteil schnell schwinden lassen. Natürlich besteht auch bei schwerer wiegenden Erkrankungen die Möglichkeit das die Versicherung die Annahme der Police gänzlich verweigert.

Bei einer Sterbegeldversicherung spielen bereits bestehende gesundheitlichen Einschränkungen in der Regel keine Rolle. Die überwiegende Mehrzahl aller Unternehmen bieten ihren Kunden inzwischen Sterbegeldpolicen ohne das Beantworten von Gesundheitsfragen an.

Noch ein weiterer wichtiger Aspekt muss berücksichtigt werden. Eine Risikolebensversicherung hat auch ein Ablaufdatum. Sollte dieser Zeitpunkt überschritten und der Todesfall erst danach eintreten beisteht kein Versicherungsschutz mehr. Da es sich um einen reinen Risikoschutz handelt erfolgt auch bei Ablauf der Versicherung keinerlei Zahlung.

Pro Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung kann bis zum 85 Lebensjahr bespart werden. Danach bleibt sie beitragsfrei liegen, bis der Todesfall eintritt. In der ganzen Zeit wird sie weiter verzinst. Personen bis ins mittlere Alter, die über genügend Eigenmittel verfügen, so ca. 50 Euro im Monat entbehren und absolut gesund sind, sind keine Zielgruppe für diese Absicherung. Sollten diese Gegebenheiten allerdings nicht zutreffen wäre eine Sterbegeldversicherung sinnvoll und die erste Wahl.

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